Viele klassische Bereiche haben sich in den Weiten des Web 2.0 an die “neuen Zeiten” angepasst, so stellen Viele nicht mehr ihren Businessplan zusammen um ihn vor einer Bank und ggf. Aktionären zu verteidigen, sondern stellen ihre Geschäftsidee zur Diskussion und lassen mittels Voting über das Interesse daran abstimmen oder stellen sie zur Förderung mittels Crowd-Sourcing-Plattformen vor.

Bild der PlattformDoch die Entwicklungen gehen noch deutlich weiter, so haben sich Communities für alle möglichen Belange gebildet. Für Design, Technik, Autos oder auch für Spezialbereiche gibt es bestimmte Plattformen. Jeder hat seine Nische in den zahllosen Gruppen gefunden. Für die Fingerübung und den Wettbewerb schreiben viele Communities kleine Aktionen aus, welche dann von Professionellen der Branche bewertet werden sollen.

Das dieses Konzept ausgeweitet werden kann zeigt das Beispiel der Gestaltungscommunity “designen lassen” und deren Wettbewerbe. Die Webseite, die sich um die Community entwickelt hat ist auf diesen Ansporn ausgelegt, doch mit der Besonderheit, dass es sich nicht um fiktive Projekte handelt, sondern es um wirkliche Auftragsarbeiten mit entsprechender Bezahlung geht.

So stellt zum Beispiel ein kleiner Start-Up einen Auftrag über die Erstellung von Briefpapier und dazu passende Visitenkarten für ein gewisses Budget auf die Plattform so haben alle Mitglieder die Chance ihre Vorschläge einzureichen und so um die Gunst des Auftraggebers zu buhlen. Dieser schaut sich die eingereichten Ideen und Ausarbeitungen an und gibt ggf. Rückmeldung für die weitere Verbesserung oder wählt seinen Favoriten. Insoweit verbindet die Plattform das System einer Ausschreibung mit Auftragsarbeiten und modernen Medien.

Ist der Favorit gewählt ist durch die Plattform ein Vertrag vorbereitet der zwischen dem Auftraggeber und dem Gewinner der Ausschreibung die Formalien klärt. Der Auftraggeber verpflichtet sich zur Zahlung während der Designer alle Unterlagen in aufgearbeiteter wie auch in Rohform zur Verfügung stellt.

Das Konzept ist interessant und modern, viele Gestalter können sich erproben und so ein Gefühl dafür bekommen was ein Kunde wirklich wünscht. Ebenso lässt sich auch die Fingerfertigkeit schulen und auch trainieren, etwa wie man die verschiedenen Anforderungen löst bzw. wie sich diese händeln und beherrschen lassen. Der Auftraggeber kann sich so viele Ideen und Designs vorschlagen lassen und seinen Liebling für wenig Geld erstehen.

Unter https://www.designenlassen.de/wettbewerbe/ lassen sich die aktuellen Ausschreibungen für Gestaltungsentwürfe einsehen.

Soweit die Vorteile, jedoch frage ich mich wie hoch die Spanne der Abbrüche oder Designdiebstähle ist. So können detaillierte Vorschauen durch Vektorisierung oder Nachbauen relativ schnell dupliziert werden und der Auftraggeber so vermeintlich Geld sparen. Auch könnten die gefundenen Kontakte dazu genutzt werden um die Plattform zu umgehen um etwaige Vermittlungsgebühren dieser zu sparen. Diese und andere Missbräuche sind vorstellbar. Wie die Plattform damit umgehen oder das kompensieren würde wäre interessant.

Doch denke ich die Plattform bietet eine gute Oberfläche für beide Seiten und schafft so ein Interesse für Auftraggeber und Gestalter. Die Plattform ist in meiner Sicht spannend und ich erwäge mich bei der einen oder anderen Ausschreibung zu beteiligen um meine Fähigkeiten in den Bereichen weiter ausbauen zu können.

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2 thoughts on “Designprojekte als Wettbewerb

  1. Ein sehr schöner Artikel zu dem Thema neues und gutes Design. Gerade Designenlassen ist ein sehr schöner Anlaufpunkt, um perfekt gestaltete Medien zu erhalten. Wenn es dazu noch ein guter und günstiger Druck sein soll, dann gibts noch den Druckerei Preisvergleich auf http://www.druckcheck.de

    Dann passts komplett!

    Viele Grüße,

    David

  2. Hallo David,

    Denke für den Link. Was den Druck betrifft so wähle ich bei persönlichen bzw. Projekte an denen ich beteiligt bin eher eine Druckerei mit der ich schon Erfahrungen gesammelt habe. Doch für die Erstkontakte hatte ich mir eine solche Seite damals gewünscht.

    Daher wirklich Danke für den Link. 🙂

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