Viele nutzen den JDownloader um ihre Downloads besser zu koordinieren, um Abbilder und Installationsdateien herunterzuladen. Inzwischen werden immer mehr Geräte innerhalb des lokalen Netzwerks eingesetzt und die Koordination wird aufwändiger. Um die Daten besser im Blick und zentral abgelegt zu haben steigt auch die Nutzung von externen Speichern, insbesondere netzwerkerreichbare Speicher bieten einen großen Mehrwert. Wieso also nicht all diese Punkte in einem Gerät vereinen und die Software auf ein kleines zentrales Netzwerkgerät auslagern.

Bis dato war es nicht möglich den JDownloader als Kern ohne grafische Oberfläche auszuführen, da auf reinen Netzwerkgeräten keine solche bereitgestellt oder angeschlossen werden können. Das heißt einen Ansatz in dieser Richtung gibt es durch den Einsatz von einem X-Server und die Übertragung auf ein anderen Client schon, aber dieser ist nicht sehr praktikabel. Inzwischen haben sich aber auch einige andere Lösungsansätze ergeben, welche die JAVA-Instanz in entsprechende Konsolen-Modi versetzt sowie den Zugriff über den myJDownloader-Dienst ermöglicht.

NAS mit dem jDownloader

Den Idealfall beschreibt MDXdave in seinem Blog. Dieser Weg basiert auf dem Anwendungsansatz, welche in Foren getestet und ausführlich besprochen werden. Kurz gefasst lädt man für das Paket zwei Teile, eine JAVA-Instanz sowie das Java-Archiv des Downloaders, auf die Disk Station. Diese werden dort in entsprechende Bereiche gebracht und ausgeführt. Dies ist inzwischen als Package für die Synology-Plattform geschaffen worden.

Dieser Weg hat bei mir nicht funktioniert. Ob es an der DSM Version oder einem Fehler in den Installationsskripten liegt weiß ich nicht, aber der Ansatz ist für mich zu gut um in nicht nachzuvollziehen.

Doch nun zunächst etwas detaillierter der Standardweg. Gehen wir diesen also durch:

Idealer Installationsweg

Es sind 2 neue Paketquellen für die Anwendungen erforderlich. Alternativ kann man mit dem direkten Pfad zur SPK auch die manuelle Installation anstoßen.

  • http://packages.pcloadletter.co.uk/ für JAVA
    • Es gibt verschiedene Java-Pakete, welche man wählen kann. Die Paketverwaltung zeigt nur kompatible an.
  • https://spk.netzbaer.de/ für den JDownloader
    • Bei der Installation des JDownloader wird nach den Einträgen für den myJDownloader gefragt um eine Verbindung für die Weboberfläche herzustellen. Konkret erzeugt dieser Wizard eine entsprechende Konfigurationsdatei.
    • Danach werden die entsprechenden JAR-Dateien Update.jar oder direkt die JDownloader.jar geladen und ausgeführt.
    • Nach dem ersten Start eines dieser Java-Archive lädt der Loader selbstständig alle für die Nutzung erforderlichen Daten selbständig herunter.

Bei mir gab es immer den Fehler im 2. Schritt: “couldn’t download the JAR file”, also dass die JAR nicht geladen werden kann und die Internetverbindung zu prüfen sei. Da ich parallel verschiedene Dienste nutze, unter anderem den Webserver als kleine Plattform zur Webseitenentwicklung besteht definitiv eine Anbindung über das Heimnetzwerk hinaus. Auch der wget-Test von der Konsole und andere Internetzugriffe funktionierten reibungslos.

Also sei es wie es ist, es heißt eigene Wege finden. Mit ein bisschen Recherche lassen sich die Schritte und Aufrufe für den JDownloader rekonstruieren, somit ist es nur noch erforderlich die passenden JAR-Dateien in die erforderlichen Ordner zu buchsieren.

Alternativer Installationsweg

Zunächst ist es erforderlich, dass JAVA auf dem NAS installiert wird. Das lässt sich aber problemlos mit dem weiter oben beschriebenen ersten Schritt erledigen. Aber ich möchte hier noch einige Alternativen nennen: Dazu kann man ebenfalls Wege wie den PaketManager nutzen, die direkte Konsoleninstallation oder man bindet als weitere Quellen die Packages von PCloadLetter ein. Man lädt die Installationsdaten bei Oracle herunter und bringt sie in die entsprechenden Ordner.

Ist Java eingerichtet und ausführbar, ist noch das Java-Archiv erforderlich, welches auszuführen ist. Der Downloader an sich.

Die entsprechende JDownloader.jar bekommt man unter jdownloader.org > Downloads > Other.

Diese eine Datei ist ausreichend um den Downloader auf die Plattform zu holen. Alles Weitere erfolgt danach selbständig. Nach dem Herunterladen muss die Datei noch auf auf die Disk Station übertragen und idealerweise in den @appdata Ordner verschoben werden. Dieser Schritt muss über die Konsole erfolgen, da diese Ordner nicht im Filemanager angezeigt werden. Auf diese Weise ist die Anwendung auch geschützt, wenn Updates oder weitere Anpassungen an dem Netzwerkspeicher umgesetzt werden.

Mit dem folgenden Befehl lässt sich der Downloader in der Konsole starten.

java -Djava.awt.headless=true -jar /volume1/@appstore/JDownloader/JDownloader.jar &

Da die Installation über die Pakete fehlgeschlagen war, und damit das Installationspaket zurückgesetzt wurde, werden die Anmeldedaten nun hier in der Konsole abgefragt und dann in die entsprechende Konfigurationsdatei hinterlegt.

JDownloader auf NAS - Konsole-Account

Sobald eine gültige eMail/Kennwort-Kombination eingetragen wurde und der Downloader seine Aktualisierungen und Daten gezogen hat, ist der Dienst bereit und kann nun über die Webseite my.jdownloader.org und durch die angepassten Apps verwendet werden.

Nachdem alle Prozesse erfolgreich durchlaufen sind und eine Verbindung hergestellt wurde, ist nur noch die Umbenennung zum besseren Auffinden im Webinterface notwendig. Doch dazu mehr im nächsten Beitrag.

 

Wer die Installation nachvollziehen bzw. selbst anwenden will findet unter diesen Links noch weitere Informationen, welche helfen alle Teile erfolgreich einzubinden

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2 thoughts on “JDownloader auf einer Synology NAS installieren

  1. Hallo,

    ein Klasse Artikel! JDownloader auf dem NAS kann jeder gut gebrauchen um auch große Dateien runterzuladen wenn der PC aus ist.
    Ich selbst habe ein Zyxel NAS im Einsatz, auf dem Pyload als Paket nachinstalliert werden kann, welches ebenso gute Dienste erfüllt.

    Auch eure Anderen Artikel sind klasse, werde immer mal wieder vorbeischauen ob es neues von euch gibt 🙂

    Viele Grüße

    1. Freut mich, bei dem Zyxel NAS könnte das auch funktionieren, also der manuelle Weg. Wenn du die Java Version auf die Konsole bekommst, sollte der Rest wie oben beschrieben Headless über die Weboberfläche zu bekommen sein 🙂

      PyLoad gibts auch für die Synology, aber ich bin nicht richtig warm damit geworden. Wenn es nun noch eine reine Oberfläche gäbe für den JDownloader die das Remote steuert wärs noch besser :). Also quasi die Apps auf dem Desktop.

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