Schon seit längerem unternehme ich regelmäßig Versuche einen möglichst sparsamen und doch leistungsfähigen Homeserver zu erstellen. Dieser soll die Aufgaben eines NAS (über Netzwerk verfügbaren Speicher), Webserver (Testumgebung für Webseitenprojekte), UPNP-Server (Medienbereitstellung) und verschiedene weitere Dienste anbieten.

Die Umsetzungen und jeweiligen Versuche reichten von umgenutzter Hardware über dafür angeschaffte Systeme bis modifizierte Router-Firmware. In Verarbeitung waren alte PS-Case, modifizierte Sicherheitskoffer bis  zu 19”-Gehäusen und Vollaluminium-Gehäuse als erweiterter Kühlkörper. Jede dieser Modifikationen war in sich funktionierend, boten langfristig gesehen aber nicht den gewünschten Mehrwert, der eine dauerhafte Umsetzung sinnvoll gemacht hätte.

Der nächste Versuch soll auf Basis eines ARM-Prozessors entstehen, damit zu der Nutzung auch ein stromsparender Effekt hinzukommt. Natürlich ist die Neugierde und  das Erfahrungen sammeln bei der Nutzung anderer Technologien eine starke Triebfeder. Die Nutzung als Webservice sowie verschiedener anderer Netzwerk- und Verwaltungsdienste erfordert eine möglichst leistungsfähige Architektur um schnelle Antwortzeiten zu ermöglichen. Um die angesprochenen Tätigkeiten zu ermöglichen sind Netzwerkzugänge (LAN) sowie Terminalzugang in jedweder Form (RS-232, SSH, Terminal, …) notwendig.

Da ich eine ARM-Plattform ins Auge gefasst habe für die nächste Umsetzung dreht sich mein Augenmerk um günstige Entwicklerplattformen (Development Boards). Zur Auswahl stehen:

  • Beagleboard
  • Pandaboard
  • Hawkboard
  • Rasberry Pi

Es gibt von ihnen unterschiedliche Varianten, Nachbauten, Abwandlungen und vieles mehr. Die für mich interessanten und relevanten Informationen finden sich hier:

 

Beagleboard

Das Beagleboard ist eines der bekanntesten Development Boards mit ARM-Prozessor und auf Basis des TI OMAP3530. Es bietet in seiner Standardform einen Singleprozessor (Cortex-A8) und 256 MB RAM, nicht gerade üppig, aber als Entwicklungsplattform durchaus interessant und nutzbar. USB-2.0, RS-232 sowie Anschlüsse für Board-Erweiterungen sind vorhanden. Die Standardform verfügt nicht über LAN, Festplattenanschlüsse (war auch nicht zu erwarten) oder anderen PAN-Systemen ausgerüstet.

Interessanter ist das Beagleboard xM, denn es  hat hingegen schon mehr Vorzüge, einen aktuelleren Prozessor, 4x USB-2.0 Anschlüsse, Kompatibilität zu den portierten Systemen des kleinen Bruders sowie ein größerer Arbeitsspeicher (512 MB).

Die Frage ist ob die Kapazität für Webservices in entsprechender Geschwindigkeit ausreichend ist. Denn die Datenbereitstellung, Freigaben etc. können durch einen Hintergrunddienst ohne große Last bedient werden. Jedoch wenn dieses Stück Technik als Basis für dynamische Webseiten dienen soll, wird eine niedrige Reaktionszeit und hohe Leistung benötigt um PHP, Ruby oder Python abdecken zu können.

 

Pandaboard

Das Pandaboard ist, glaube ich, insgeheim mein Favorit. Er  hat einen ähnlichen Aufbau wie das Beagleboard, nutzt jedoch einen TI OMAP3750, welche 2x2Ghz bereitstellt. kombiniert mit einem 1 GB Arbeitsspeicher sollten somit genügend Reserven vorhanden sein um jedwede Heimanwendungsaufgabe darüber abwickeln zu können. Was die anschließbare Peripherie betrifft so sind Gigabit-Ethernet und 4x USB 2.0 eine schöne Dreingabe. Ebenfalls verfügt die Plattform über Bluetooth und WLAN, welche für meine Zwecke zwar unnötig sind, aber es ist halt eine Entwicklungsplattform für mobile Geräte.

 

Hawkboard

Das Hawkboard ist von der Ausstattung her eher auf geringe Last und Verbrauch ausgelegt. Ebenso wird sich das System wohl auch verhalten. Ideal für vielfältige Anwendungsprozesse, welche keine Spitzenlasten erzeugen oder nicht zeitimmanent sind. Es wäre die Frage ob, wenn bei Tests sich herausstellt, dass Panda und Beagle die Anforderungen spielend leisten auf ein Hawk zurückzustufen um die Effizienz zu steigern.

 

Rasberry Pi

Das Rasberry Pi ist noch mal eine ganze Stufe kleiner bietet allerdings auch den Reiz, dass man in einem Externen Festplattengehäuse dieses Verbauen könnte und somit seinen eigenen programmierbaren und steuerbaren NAS baut. Von daher ist der Reiz da, der genaue Anwendungszweck ist da aber eher Neugierde als das reelle Umsetzen der selbstgesetzten Vorgaben in diesem Projekt.

 

 

 

Das Fazit ist, ich tendiere immer noch zum Pandaboard, wahrscheinlich könnten jedoch alle benannten Systeme meine Anforderungen bestens erfüllen. All diese Plattformen sind an sich für die Entwicklung vorgesehen und bieten entsprechende Anschlüsse und Schnittstellen. Natürlich ist es mit dem Board allein nicht getan, dazu werden entsprechend Anschlusskabel, Gehäuse, Anbindungen sowie die komplette Erstellung und Beschaffung der Software benötigt.

Es gibt bestimmt auch weitere Optionen die ich noch nicht bedacht habe, Möglichkeiten die ich vergessen habe oder einfach nicht kenne. Vorschläge, Ideen, Empfehlungen? Gibt es jemanden der dies schon getestet hat? Wenn ja wie sind die Erfahrungen, welche Probleme mussten gelöst werden? Ist die Technik noch in Betrieb?

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