Es passiert und es passiert ständig. Nicht nur in Berlin, auch in allen anderen Teilen der Welt. Die Handymanie: Auch wenn es mit dem eigentlichen telefonieren nur noch wenig zu tun hat. Ein Beispiel, denken wir zurück: Wann war die letzte Bahnfahrt bei der man beim Einsteigen nicht von leuchtenden Displays oder ins Handy rufenden Leuten begrüßt wurde? Ich behaupte es ist schon einige Jahre her. Und es steigert sich immer fort. Telefonierende Menschen - Bild von http://www.publicdomainpictures.net/view-image.php?image=116843

Nehmen wir ein anderes Exempel: Zwei Bekannte wollen zu einer Feier. Sie fahren mit der selben Bahn; im selben Abteil; Steigen gemeinsam um und stellen kurz VOR dem Ziel – also etwa eine drei-viertel Stunde später – fest, dass sie gemeinsam sich quer gegenübersitzen. Währenddessen haben sie mit Anderen geschrieben, aber auch miteinander. Wäre eine direkte Kommunikation nicht viel entspannter und vor allem geselliger gewesen?

So witzig die Situation klingt, so schade finde ich sie auch. Es heißt immer, dass alle isolieren und nicht mehr offen aufeinander zugehen. Das stimmt hier insoweit, dass man seine Umwelt durch die eigenen Displays nicht mehr wahrnimmt.

Neulich hatte ich die Situation, dass ich durch umsteigen mich einer älteren Dame gegenüber setzte. Ich hatte wie gewöhnlich mein Thinkpad in der Hand getragen. Sie machte keinen Hehl daraus, dass sie genau die angesprochene Situation nicht gut hieß. Berlinern liegt halt ihr Herz auf der Zunge …

Sie war überrascht, dass ihr darauf reagierte und ihr zustimmte. Dadurch entstand ein interessanter Dialog über genau dieses Verhalten und unfreundliche Gesichter. Denn wer die ganze Zeit in Displays starrt lächelt seine Umgebung auch äußerst selten an. Als ich ausstieg wünschte ihr ich einen schönen Tag und verabschiedete mich. Sie meinte das habe sie Jahrelang nicht erlebt. Ich finde es schade, dass es wirklich soweit gekommen ist. Schaut man sich in Zügen und Bahnen um, sieht man auf den Großteil der Plätzen ein Display leuchten. Am schlimmsten wird es, wenn ich junge Eltern sehe, sie tippen auf den Telefonen umher ohne auf ihren Nachwuchs zu achten. Dieser nutzt meist die Zeit und vernetzt sich mit den verbleibenden Nichtsüchtigen.

Wobei ich dazusagen muss, dass auch ich im Bahnabteil sitze und am Laptop “rumspiele”. Meist arbeite ich, schreibe etwas oder lese Artikel, doch für Außenstehende gibt es da keinen Unterschied zu Anderen die sich hinter ihr elektronisches Gerät zurückziehen. Daher kann ich mich nicht von der Thematik ausnehmen. Allerdings schaue ich mich auch um und schließe mein Arbeitsgerät, wenn ich jemanden treffe den ich kenne. Das Zurücklächeln ist für mich eher die Abwandlung eines alten Sprichwortes: Das Gute Laune mehr wird, wenn man sie teilt.

In diesem Sinne: Achtet auch eure Mitmenschen und begegnet ihnen, wie ihr wollt dass sie euch begegnen, mit guter Laune und Respekt. Happy

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