Viele Grafiken, ob Poster oder Illustration, werden heutzutage nicht mehr auf Papier erzeugt um diese schnell und einfach weiterbearbeiten zu können, Der Stil jedoch geht bei digital erstellten Grafiken häufig verloren. Diese Entwicklung ist schade und häufig auch nicht gewollt. Doch welche Möglichkeiten stehen dem Grafiker zur Verfügung?

ArtStudio Oberfläche - Quelle:http://www.artrage.com/artrage-studio-samples.htmlWer aber auf den Stil nicht verzichten will muss sich überlegen was er will, entweder per Hand zeichnen und in nachhinein einscannen und aufwändig nachbearbeiten oder mit dem digitalen Stil vorlieb nehmen. Ist denn das wirklich so? Nein, denn es gibt auch Alternativen etwas abseits dieser zwei Hauptstraßen.

Wer ein Grafiktablett sein eigen nennt und es sich vorstellen kann auf diesem wie auf einer Leinwand, Aquarellpapier oder ähnlichem zu arbeiten kann es ja einfach probieren. Die Verwendung von Illustrator in Verbindung mit dem Tablett biete für Illustrationen einen Einstieg und ist auch für verlustfreie Vektorarbeiten auch zu empfehlen, doch hat es nicht den Charme und die Optik von Gemaltem. Photoshop hingegen bietet schon viele Filter und Techniken um die Grafik in entsprechender Art aufbereiten zu können, dennoch bleibt es was es ist ein Programm zur Manipulation von Fotografien und Grafiken.

ArtRage ist ein Beispiel dafür, welche Programme man nutzen kann um dieses Gefühl trotzdem zu erzeugen. Es simuliert je nach gewähltem Modus Pinselstriche auf Leinwand, Wasserfarben auf Papier oder auch diverses andere.

Zum testen gibt es zwei Möglichkeiten: Variante eins ist die freie Version, der letzten Hauptversion, welche noch bei diversen Downloadplattformen vorliegt, die zweite Option ist die Testversion der aktuellen Variante, welche der Entwickler auf seiner Seite anbietet.

Wenn man etwas sucht findet man einige Seiten , wie zum Beispiel Squidoo oder die Anleitungen auf der Seite der Entwickler, welche mit einfachen und anschaulichen Schritten versuchen die Nutzung zu erläutern und so die Einstiegshöhe zu senken. Ebenfalls sind auf YouTube und sicher auch anderen Videoplattformen Videos über die Erstellung und Benutzung der Software zu finden.

ArtRage ist nicht das erste oder einzige Programm dieser Art. Es gibt auch Tools, welche sich flächendeckend einsetzen lassen. So hilft zum Beispiel das Programm LazyNezumi dabei aus einer unruhigen Handbewegung eine fließende Bewegung zu machen, ganz unabhängig von der verwendeten Software

17 thoughts on “Grafiktablett – Malerei wie auf Papier

  1. Ein schönes Beispiel für diese Form von grafischer Aufbereitung ist unter http://silentparts.deviantart.com/art/monkey-island-51730845?q=boost%3Apopular%20Monkey%20Island&qo=34 zu finden, wobei ich unter anderem wegen der Fotoanteile der Grafik eher davon ausgehe, dass Photoshop zumindest teilweise verwendet wurde.

  2. Toller Beitrag Gunnar. Das Grafiken sich nur bedingt mit PhotoShop skalieren lassen, ist ein großes Manko. Bisher kannte ich da nur AutoSketch. Aber die Ergebnisse mit ArtRage sehen echt super aus. Mit ArtRage muss ich mich unbedingt mal näher befassen. Ich glaube das lohnt sich.

    1. Das denke ich auch, mit einiger Eingewöhnung dürfte das echt Spaß machen :). Jetzt muss ich nur die Zeit zum ausprobieren finden. ggf. kann ich es demnächst mit einem Thinkpad X Tablet testen, dann hätte ich eine direkte Rückmeldung.

      Das ist eines der Punkte, welche die Verwendung vom Grafiktablett erschwert, man „malt“ auf einer Stelle sieht es aber an einer Anderen … aber kommt Zeit kommt Gewöhnung 🙂

  3. Ich habe bisher mein Intuos 4 auch nur in Verbindung mit Photoshop genutzt, aber würde sehr gerne die Aquarellmalerei, an der ich sonst nur per Hand arbeite, auf dem Tablett probieren. ArtRage kannte ich noch nicht und werde mich zunächst mal an der Starter Edition versuchen.

  4. Ich würde auch nicht nur PS nutzen, obwohl man damit schon viel machen kann. Ein gutes Tablett kann man damit nicht ersetzen 😉

  5. @Maike, ich nutze ausschließlich PS und bin auf ein Tablet nicht angewiesen. Ich sehe noch nicht wirklich die wesentlichen Vorteile…

    1. Es ist schon ein großer Unterschied ob man eine Maus oder ein Tablet nutzt. Die Nutzung eines Stiftes entspricht schon deutlich eher der gewohnten Handhaltung, für das Malen, Zeichnen und markieren.

  6. Ich nutze auch einen 3D Pen, es ist auf jeden Fall ein riesiger Unterschied. Gar nicht mit einer Maus vergleichbar. Kann mir zwar vorstellen, dass man dies meint, aber ein Pen ist definitiv die bessere Variante.

  7. Würde auch auf jeden Fall einen 3D Pen nutzen. Allerdings sollte man zu einem hochwertigen greifen und lieber ein wenig mehr Geld ausgeben, um optimale Ergebnisse zu erzielen.

  8. Ein hochwertiges Grafiktablett ist bei meiner Arbeit nicht mehr wegzudenken 🙂

  9. Ich habe mir auch mal ein Grafiktablett zugelegt. Als Kind und Jugendlicher habe ich viel gezeichnet, aber da ich Photoshop mit der Maus gelernt habe, komme ich leider mit dem Tablett nicht zurecht. Vielleicht sollte ich es nochmal testen.

  10. Ich habe mir jetzt ein Grafiktablett geholt. Das kann ich sogar per Handy bedienen, es hilft ungemein.

  11. Kann man die Daten sich auch runterziehen, zb auf eine externe Festplatte? Das ist eine sehr wichtige Frage, da ich mehrere Tablets besitze.

    1. Ich bin nicht sicher, ob du den Artikel gelesen hast. Es geht hier um Grafiktabletts, nicht Tablets zum Surfen etc. Es sind Anschlussgeräte an den Computer bzw. Erweiterungen und Bildschirme.

      Kann es sein, dass du mit dieser Frage nur deine Werbeseite für Externe Festplatten promoten möchtest?

  12. Mein Freund zeichnet auch sehr gerne und würde so gerne T-Shirt Designs entwerfen. Ich denke, ich werde ihm zu Weihnachten und zum Geburtstag zusammen auch ein Grafiktablett gönnen.
    So wie es sich hier liest, seid ihr ja alle sehr zufrieden mit den Tabletts.

  13. Mittlerweile kann man das wirklich nicht mehr wegdenken. Dieser Artikel ist jetzt von 2012. Wenn man mal vergleicht was es jetzt so gibt. Von iPad Pro bis Samsung Galaxy Tab gibts so viel krasse Zeichentools und Pads das ist Wahnsinn. Kaum noch wegzudenken, aus Grafikbranchen oder selbst im Hobbybereich

    1. Du solltest allerdings Grafiktabletts nicht mit Tablets gleichsetzen. Ich meine bei einem Wacom AIO oder einem der älteren Thinkpad hast du recht, dort findest du in den Monitor eingebettete Grafiktabletts, doch ein iPad bietet andere Fähigkeiten. Zwar kann man auch mit diesen gute Skizzen, Zeichnungen etc. erstellen, sie ersetzen jedoch kein ausgewachsenes Grafitablett. Aber was nicht ist kann noch werden. 🙂

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